Frühere Bräuche in Unken

Trotz der vieen noch zelebrierten Bräuche gibt es viele, die heutzutage nicht mehr gefeiert werden. Erfahren Sie mehr über die früheren Bräuche in Unken.

Maria Lichtmess

Lichtmess am 2. Februar wird zwar in der heutigen Zeit nicht mehr gefeiert. Aber unsere Großeltern und teilweise unsere Eltern erinnern sich noch gut daran. Früher war der Lichtmesstag der Beginn des Bauernjahres und das Ende des Dienstbotenjahres.

Für die Dienstboten, aber auch für die Bauern war der Tag sehr wichtig. An diesem Tag konnten die Mägde und Knechte ihre Dienstverhältniss beim Bauernhof um ein Jahr verlängern, oder zu einem anderen Bauernhof wechseln (schlenkern).

Darum hieß der 2. Februar auch "Schlenkertag". Auch galt der Tag als Lostag. Es wurde orakelt wer vielleicht heiratet, wer ein Kind bekommt oder wie die Ernte in diesem Jahr ausfallen wird. Kein Wunder dass am Schlenggertag viel gefeiert und getrascht wurde.

Abwehrzeichen

Schon seit eh und je versucht der Mensch durch Symbole Unheil abzuwenden oder Glück an sich zu ziehen. An alten Bauernhöfen sieht man noch ab und zu das IHS Monogramm an der Hauswand.
Heute ist es Brauch das Symbol der Räuchersegens K+M+B von den Heiligen drei Königen an die Haustüre schreiben zu lassen.

Wetterläuten

Das Wetterläuten diente dazu Unwetter vom Ort fernzuhalten, oder aufmerksam zu machen wenn ein schlimmes Wetter in Anzug war. Es war die Aufgabe des Pfarrers oder Messners die Unwetter frühzeitig zu erkennen und mit den Kirchenglocken zu läuten. An manchen Orten ist dies heute noch üblich.

Totenladen

Der Brauch die Totenbretter oder Leichladen aufzuhängen hielt sich bis etwa 1950. Jeder Verstorbene wurde auf einen Totenladen gelegt und wie es früher üblich war, zu Hause in der Wohnstube aufgebahrt.

War der oder die Verstorbene beerdigt wurde der Leichladen meistens an einen Heustadel genagelt. Auf dem Leichladen stand der Name und weshalb er gestorben ist. Manchmal stand auch noch ein Spruch darauf. Ganz selten findet man noch einen verwitterten Leichladen an einem Heustadel. Es wurde angenommen dass die Seele der Verstorbenen noch so lange unter den Menschen weilte, solange das Brett nicht vermodert (zerfallen) war.

Einige Bauernregeln und Spruchweisheiten

  • am 17. März: sieht St. Gertraud Eis, wird das ganze Jahr nicht heiß.
  • am 23. April: ist Georgi schön und warm, gibt's ein Wetter zum Gott erbarm.
  • am 27. Juni: ist Siebenschläfer ein Regentag, regnets sieben Wochen noch danach.
  • Macht im Juli die Ameise groß den Hauf, folgt ein strenger Winter drauf.
  • am 8.Sept: an Mariä Geburt ziehen die Schwalben fort; bleiben sie da, ist der Winter nicht nah.
  • am 13. Dez: von Lucia bis zur Heiligen Nacht, der Tag sich um einen Hahnenschrei länger macht.
  • A Zwidawurzn konnst nit ausgraben.
  • Ob Sun oder Regen, wir san oweil dagegen.
  • Raucht er nit und trinkt er nit, so schmeckt er nit und stinkt er nit.
  • Vom Wahrsagen konnst leben, vom Wahrheitsagen nit.

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